Was gutes Catering im Motorsport wirklich ausmacht

Wer noch nie ein ganzes Rennwochenende hinter den Kulissen erlebt hat, stellt sich Motorsport Catering vielleicht ähnlich wie normales Event Catering vor. Das ist es nicht.

Von Michael Köpfli · Inhaber & CEO von Gear Up Gastro · Experte für Motorsport Catering und Hospitality
Motorsport an der Rennstrecke

Der Rennbetrieb bestimmt den Tagesablauf

An einer Rennstrecke bestimmt nicht die Küche, wann gegessen wird. Der Rennbetrieb bestimmt es.

Ein Fahrer sitzt im Briefing, Mechaniker arbeiten am Fahrzeug, Ingenieure analysieren Daten und gleichzeitig treffen Gäste in der Hospitality ein.

Wenn sich auf der Strecke etwas verschiebt, kann der ganze Tagesablauf plötzlich anders aussehen. Damit muss man umgehen können.

Zubereitung von Motorsport Catering

Das Rennteam gibt den Rhythmus vor

Für mich ist das einer der wichtigsten Punkte: Ein Catering-Team im Motorsport muss lernen, wie ein Rennteam arbeitet.

Es bringt wenig, wenn das Mittagessen perfekt um zwölf Uhr bereitsteht, aber genau dann niemand Zeit hat.

Wir planen deshalb entlang des Rennprogramms und versuchen gleichzeitig flexibel genug zu bleiben, wenn sich dieses Programm verändert.

Je besser man ein Rennteam kennt, desto besser kann man dessen Alltag unterstützen.

Nach einigen gemeinsamen Rennwochenenden entwickelt sich dabei eine gewisse Routine. Man kennt das Team, weiss, wer wann ungefähr essen kann, welche Gerichte gut funktionieren und wo besondere Bedürfnisse bestehen.

Genau deshalb ist eine langfristige Zusammenarbeit im Motorsport so wertvoll.

Fahrer, Crew und Gäste haben unterschiedliche Bedürfnisse

Ein Fahrer hat möglicherweise einen individuellen Ernährungsplan. Die Mechaniker brauchen nach langen Stunden in der Garage eine vernünftige Mahlzeit.

Gleichzeitig sitzen einige Meter weiter Sponsoren oder VIP-Gäste, die einen besonderen Tag an der Rennstrecke erleben möchten.

Das alles läuft parallel.

Hochwertige Verpflegung für Fahrer und Rennteams VIP Hospitality und Gäste bei einem Event

Eine Hospitality muss mehrere Welten zusammenbringen

Eine gute Motorsport-Hospitality muss diese unterschiedlichen Bedürfnisse zusammenbringen.

Für die Crew soll sie unkompliziert und vertraut sein. Für Gäste professionell und hochwertig. Und für den Fahrer muss vor allem das Richtige zum richtigen Zeitpunkt bereitstehen.

Hospitality-Bereich als Rückzugsort für Teams und Gäste

Irgendwann wird die Hospitality ein kleines Zuhause

Während einer Saison verbringt ein Rennteam sehr viel Zeit unterwegs. Andere Rennstrecke, anderes Hotel, anderes Land.

Die Hospitality bleibt dabei häufig einer der wenigen Orte, an denen gewisse Dinge vertraut sind.

Man kennt die Menschen. Man weiss, wo der Kaffee steht. Man setzt sich kurz hin und hat für einige Minuten nicht das Gefühl, unterwegs zu sein.

Das wird meiner Meinung nach oft unterschätzt.

Catering im Motorsport hat deshalb nicht nur mit Ernährung zu tun. Es trägt auch dazu bei, dass sich ein Team während einer langen Saison wohlfühlt.

Der 12. Mann

Bei Gear Up Gastro sprechen wir deshalb gerne vom 12. Mann.

Wir sind nicht diejenigen, die das Auto schneller machen. Aber wir möchten unseren Teil dazu beitragen, dass sich die Menschen, die dafür verantwortlich sind, auf ihre Arbeit konzentrieren können.

Wenn am Ende eines langen Tages jeder gegessen hat, die Gäste zufrieden waren und am nächsten Morgen wieder Kaffee bereitsteht, war es für uns ein guter Rennsporttag.
Michael Köpfli, Inhaber und CEO von Gear Up Gastro

Michael Köpfli

Inhaber & CEO von Gear Up Gastro

Michael Köpfli ist Inhaber und CEO von Gear Up Gastro und seit Jahren im internationalen Motorsport tätig. Mit seinem Team betreut er Rennteams, Fahrer, Crews und Gäste an Rennstrecken in der Schweiz und in Europa.

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